Wir über uns

Der Verband

Wir sind Verband der freien Wohlfahrtspflege, eine Gliederung des Caritasverbandes für die Diözese Fulda und des Deutschen Caritasverbandes und Mitglied der freien Wohlfahrtspflege (Liga) in Stadt und Landkreis Fulda sowie im Wartburgkreis mit der kreisfreien Stadt Eisenach.

Als Regional-Caritasverband widmen wir uns gemäß dem Leitbild der Caritas in der Diözese Fulda Aufgaben sozialer und caritativer Hilfen und offerieren mit verschiedene Fachbereichen ein differenziertes Hilfeangebot in den Feldern der Sozialen Arbeit und der ambulanten Alten- und Krankenpflege.

Das Organigramm zeigt Ihnen die Aufbauorganisation und die konkreten Arbeitsfelder unseres Verbandes.

Galerie

Verbandsgeschichte

Historie

Gründung

Am 21.03.1946 wurde von acht Pfarreien (Kooperativen Mitgliedern) und von sozialen Pfarreigruppen (Elisabeth- und Vinzenzkonferenzen) der Stadt-Caritas-Verband Fulda als nicht eingetragener Verein gegründet.
Erster Vorsitzender war der damalige Stadtpfarrer Dr. Hermann Schmidt. Als Geschäftsführer war Herr Hans-Erwin Mankiewiecz tätig - zunächst ehrenamtlich von März 1946 bis März 1947, ab April 1947 hauptamtlich.
Die Aufbaujahre

Mit der Gründung 1946 wurde der Stadt-Caritas-Verband Fulda für den Aufbau Sozialer Dienste in der Stadt Fulda verantwortlich.
Die Arbeit damals begann mit dem Bezug von Baracken am Bahnhof, der Etablierung der Bahnhofsmission und der Sucht- und Straffälligenhilfe. Die Hauptaufgaben waren, in der Zeit der Neuorientierung nach dem zweiten Weltkrieg, mit Care-Paketen die schlimmste Not zu lindern, den Lebensunterhalt der Menschen zu sichern, Flüchtlingen und Vertriebene zu unterstützen und ihnen bei der Suche nach einer neuen Heimat zu helfen. Schnell zeigte sich, dass der Bedarf an Hilfe größer war, als das von der Caritas vorgehaltene Angebot.
Auflösung und Neugründung

Am 30.01.1964 wurde der Stadt-Caritas-Verband Fulda aufgelöst, zum Zwecke einer Neugründung mit Anpassung an die aktuellen Zeitverhältnisse, vor allem an die neue Sozialgesetzgebung in Deutschland.
Die Neugründung des Fuldaer Stadt-Caritas-Verbandes erfolgte am 13.05.1964, als eingetragener Verein (e. V.).

Erweiterung auf den Landkreis Fulda

1966 wurde die Caritasarbeit auf den Landkreis Fulda erweitert. Hinzu kamen damals 80 Pfarreien als Mitglieder des Vereins, sodass der Verband nunmehr von insgesamt 125 Pfarreien getragen wurde.
Das Angebot an sozialen Diensten umfasste in den Anfängen 1966/67 die:
- Bahnhofsmission
- Altenhilfe
- Ausländerhilfe
- Familienpflege
- Erholungshilfe
- Suchtkrankenhilfe
- Gefangenenhilfe
- Nichtsesshaftenhilfe

Verschmelzung mit dem Caritasverband Hünfeld

Aus Kosten- und auch aus organisatorischen Gründen wurde der bis 1987 selbstständige Caritasverband Hünfeld aufgelöst und mit dem Stadt-Caritas-Verband Fulda verschmolzen. In diesem Zusammenhang erfolgte die Umbenennung zum Caritasverband für Stadt und Landkreis Fulda e. V.
Das Angebot des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Fulda e. V. hatte in 1987 folgende Arbeitsfelder:
- Vertretung caritativer Einrichtungen (kath. Krankenpflegestation Fulda, Kindergärten der kath. Pfarreien)
- Allgemeine Lebensberatung in Fulda mit der Außenstelle Hünfeld
- Alten und Familienhilfe in Fulda (mit Altentagesstätten, Altenberatung, Seniorenfreizeiten, Müttergenesungskuren, Familienpflege)
- Bahnhofsmission
- Ausländerhilfen (Hausaufgabenhilfe, Kontaktkreis für ausländische Arbeitnehmer aus Italien, Jugoslawien, Spanien)
- Behindertenhilfe (Fachberatung, Gehörlosenhilfe)
- Hilfen für seelisch behinderte und psychisch kranke Menschen
  o Fachberatung / Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle
  o Club Arche 85, Wohnheim Neuenberger Str. 50, Wohnheim Wilhelmstr. 10
- Psychosoziale Hilfen
  o Betreute Wohngemeinschaften (St. Vinzenzstraße 46, Biberweg 2, Kanalstraße 8)
  o Arbeitstherapie
  o Hilfe zum Weiterleben
  o Suchtberatung
  o Kreuzbund Selbsthilfegruppe
  o Jugend- und Drogenberatung
  o Nichtsesshaftenhilfe
  o Gefährdetenhilfe
  o Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft Gefangenen- und Haftentlassenen

Abgabe der Wohnheime für seelisch Behinderte und Übernahme der Caritas-Sozialstationen in der Region Fulda

Im Rahmen der Verwaltungsvereinfachung und wegen der Verbesserung der Struktur und zur Zukunftsplanung war es angezeigt, die Wohnheime für seelisch Behinderte Neuenberger Str. 50 und 112, im Biberweg 2, und in der Neuenberger Str. 110 in die Verantwortung der Behindertenhilfe des Diözesancaritasverbandes zu übertragen. Die Entscheidung wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2001 gefasst.
Zum Gleichen Zeitpunkt und im Gegenzug zur Übergabe der Wohnheime wurden die vier Caritas-Sozialstationen in der Region Fulda aus der Verantwortung des Caritasverbandes für die Diözese Fulda e. V. herausgelöst und in die Verantwortung des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Fulda e. V. übertragen.

Verschmelzung mit dem Caritasverband für das Dekanat Geisa

Im Zuge der Dekanatsreform im Bistum Fulda wurde am 01.04.2007 das bis dahin eigenständige Dekanat Geisa mit dem Dekanat Hünfeld zum neuen Dekanat Hünfeld-Geisa zusammengelegt.

Am 31.07.2009 folgte die Verschmelzung des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Fulda e. V. mit dem Caritasverband für das Dekanat Geisa e. V., unter dessen Dach 1995 mit der Neugründung die Caritasarbeit im thüringischen Teil der Diözese Fulda organisiert war. Schwerpunkte der Arbeit waren hier, neben der Caritas-Geschäftsstelle in Geisa mit ihrer Sozial- und Lebensberatung, die regionalisierte Jugendsozialarbeit im südlichen Wartburgkreis und die Arbeit der häuslichen Alten- und Krankenpflege der Caritas-Sozialstation in Vacha-Geisa.

Um der neuen regionalen Zuständigkeit des Verbandes auch mit dem Verbandsnamen Ausdruck zu verleihen, folgte die Umbenennung zum Caritasverband für die Regionen Fulda und Geisa e. V.

Die Angebote unseres Verbandes an sozialen Diensten und Hilfen umfassen heute:
- vier Caritas-Sozialstationen in der Region Fulda, gelegen in Flieden, Fulda, Bad Salzschlirf, Hünfeld, Eichenzell und Hilders
- eine Caritas-Sozialtstation in der Region Geisa, gelegen in der Stadt Geisa mit Außenstelle in Vacha
- eine ausgebaute, qualifizierte Beratungs- und Hilfestruktur mit den Fachbereichen:
  • Sozial- und Lebensberatung
  • Schuldner- und Insolvenzberatung
  • Jugendsozialarbeit
  • Ausländer- und Migrationsberatung
  • Flüchtlingsberatung/-betreuung
  • Sozialdienst für Gehörlose, Hörgeschädigte und Angehörige
  • Betreutes Wohnen für psychisch und suchtkranke Menschen
  • Tagestätte für chronisch mehrfachgeschädigte abhängigkeitserkrankte Menschen (CMA)
  • Sucht- und Drogenberatung und ambulante medizinische Rehabilitation
  • Integrierte Wohnungslosenhilfe in Haus Jakobsbrunnen
  • Kleidermarkt
  • ökumenische Bahnhofsmission
  • Straffälligen- und Haftentlassenenhilfe
  • Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft für Gefangenen- und Haftentlassenenhilfe Fulda

Wir sind stolz darauf, dass wir seit dem Jahr 1946 unserem satzungsgemäßen Auftrag folgend hilfebedürftigen Menschen konfessions- und religionsunabhängig, kostenlos und vertraulich beraten und helfen können.

Dabei sind wir dankbar unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit ihrer ganzen Kraft einsetzen und unseren ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ohne die unser Verband nie entstanden wäre und ohne die unsere Caritasarbeit heute nicht so umfassend geleistet werden könnte.

Wir sind aber auch dankbar den Geldgebern von Bund, Land, Stadt und Landkreis Fulda, dem Wartburgkreis und allen Kommunen für die finanzielle Unterstützung. Unserer Katholischen Kirche von von Fulda danken wir für die Zuweisung der für unsere Arbeit wichtigen Bistumsmitteln und den vielen Spendern für ihre Sach- und Geldspenden.

Vorstandsvorsitzende

Der Vorsitzende des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa e.V. wird auf Vorschlag des Diözesan-Caritasverbandes vom Bischof von Fulda ernannt. Er soll ein Prister sein. Seine Funktion übt der Vorsitzende ehrenamtlich aus.

Seit der Verbandsgründung im Jahr 1946 waren folgende Pfarrer Vorsitzende unseres Verbandes:

1946 - 1962 Stadtpfarrer Dr. Hermann Schmidt, Fulda
1962 - 1965 Pfarrer Hugo Büchel, Fulda
1966 - 1971 Stadtdechant Msgr. Richard Huth, Fulda
1971 - 1985 Dechant Msgr. Heinrich Kretzmer, Fulda
1986 - 1993 Dechant Msgr. Heinz Rumph, Fulda
1993 - 2005 Dompfarrer Msgr. Peter Hauser, Fulda
seit 2006 Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau, Neuhof

Ihnen allen gilt unser großer Dank, für ihr engagiertes und selbstloses Wirken zum Wohl des Caritasverbandes und zum Wohl der rat- und hilfesuchenden Menschen.

Geschäftsführer

Der Verband hat einen hauptamtlichen Geschäftsführer, der die Geschäftsstelle leitet und dem die laufende Geschäftsführung entsprechend der Satzung sowie den Weisungen des Vorstandes obliegt.

Seit der Gründung leiteten folgende Geschäftsführer den Regional-Caritasverband:

1946 - 1964 Herr Hans-Erwin Mankiewiecz
1965 - 1999 Herr Heinz Wüllner
1999 - 2012 Herr Winfried Möller
seit 2012 Herr Christian Reuter